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    Moon, Alan R.:
    Zug um Zug Märklin

    Days of Wonder, 2006, 1. Aufl., B000EBP0G4, Box,
    1 S., € 25,89. inkl. gesetzl. MwSt.

    Strategiespiele sind – auch bei den Brettspielen – „en vogue“. Ein preisgekrönter „moderner Klassiker“ ist dabei die von Days of Wonder herausgebrachte „Zug um Zug“-Reihe. Während man im Originalspiel (schlicht: Zug um Zug) noch auf dem amerikanischen Kontinent spielte, wagte man sich im zweiten Teil (Zug um Zug Europa) auf den europäischen Kontinent. Im neuesten Geniestreich schließlich gilt es, Deutschland sowie seine Anrainerstaaten zu erobern.

    Worum geht es? Zug um Zug Märklin folgt zunächst dem bewährten Konzept seiner Vorgänger: Ziel des Spielers ist der Aufbau eines Eisenbahnimperiums. Hierfür erhält er zu Beginn des Spiels vier Aufträge (später können weitere Aufträge nachgezogen werden). Im Gegensatz zu den Vorgängern werden lange und kurze Aufträge nach Stapeln getrennt. Ein solcher Auftrag kann beispielsweise im Bau einer Zugverbindung von Hamburg nach München bestehen. Eine derartige Strecke besteht aber – wie in der Realität – nicht aus einer Direktverbindung, sondern es muss von Stadt zu Stadt in Teilstrecken gebaut werden. Gebaut wird dabei mit Hilfe von Waggons, von denen der Spieler 45 Stück besitzt. Ein Bau ist aber nur möglich, wenn der Spieler zugleich eine ausreichende Anzahl von Baukarten hat. Dabei gibt es Baukarten unterschiedlicher Farbe. Bedeutung hat das deshalb, weil manche Teilstrecken nur mit einer ganz bestimmten Farbe gebaut werden können. Hilfreich sind insoweit die Joker in Form von Lokomotiven, da diese wahlweise jede Farbe annehmen können.

    Pro Runde kann ein Spieler entweder Baukarten abziehen, eine Teilstrecke bauen oder aber den Passagier einsetzen (dazu unten). Für jeden absolvierten Auftrag erhält er Punkte, die in die Endabrechnung eingehen. Einen enormen kompetitiven Charakter erhält das Spiel – v.a. bei mehr als 2 Spielern – dadurch, dass manche Teilstrecke nur einfach, d.h. nur von einem Spieler bebaut werden kann. Wer zu spät kommt, muss sich also einen (meist längeren und somit teureren) Umweg suchen. Das Spiel ist beendet, wenn ein Spieler alle Waggons verbaut hat. Gewonnen hat, wer dann am meisten Punkte hat. Für nicht vollendete Strecken gibt es Punktabzug.

    Wie bereits angedeutet, geht Zug um Zug Märklin über seine Vorgänger hinaus. So gibt es nun Passagiere, mit deren Hilfe, an der vom jeweiligen Spieler gebauten Wegstrecke, Warensteine eingesammelt werden können, die den Endpunktestand erhöhen. Die Auswirkungen auf Sieg oder Niederlage können erheblich sein. Nicht zuletzt deshalb sowie aufgrund der im Norden nur schwer durchführbaren Umwegstrecken ist Zug um Zug Märklin bei mehr als zwei Spielern noch kompetitiver als seine Vorgänger. Schließlich gibt es anders als bei „Zug um Zug“ und „Zug um Zug Europa“ die zehn Extrapunkte nicht mehr für die längste zusammenhängende Strecke, sondern für den Spieler, der die meisten Aufträge erfüllt hat.

    Zug um Zug Märklin begeistert – wie seine Vorgänger – , egal ob man zu zweit oder zu dritt, viert oder fünft spielt. Der Spielspass ist gewaltig, das Spielbrett ist ebenso schön gestaltet wie die Waggons. Besonders schön gelungen sind die Zugkarten, die jeweils einen anderen Märklin Waggon oder eine andere Märklin Lokomotive zeigen. Das Spielprinzip ist relativ leicht zu verstehen und dennoch komplex genug, um viele Stunden gemeinsamen Spielspass zu garantieren. Gerade durch die Innovation des Passagiers gibt es noch mehr unterschiedliche Möglichkeiten, das Spiel individuell zu gestalten und zum Erfolg zu kommen. Im Vergleich zu Siedler hat es zudem den Vorteil, dass es keiner langen Vorbereitungszeit bedarf und der Sieger oft lange Zeit nicht vorhersehbar ist.

    Fazit: Zug um Zug Märklin ist all denen, die gerne Strategiespiele spielen, unbedingt zu empfehlen. Für mich ist es das momentan beste Strategiespiel auf dem Markt!

    Ralf Bundschuh

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